Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander – gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit, Wir wollen nicht wegsehen, wir wollen nicht schweigen!

Wir wollen nicht wegsehen, wir wollen nicht schweigen!

Entsetzt zeigt sich das Netzwerk Spandau für Demokratie, Toleranz, Respekt & Vielfalt über eine Reihe von Vorfällen in Spandau. An mehreren Orten kam es in den letzten Wochen und Monaten zu antisemitischer Hetze. Hakenkreuze, rechte Slogans und ein Gewaltaufruf gegen Juden aus dem Repertoire des Nationalsozialismus wurden an die Fassaden von Häusern geschmiert. Einer jungen Muslima wurde im Bus das Kopftuch vom Kopf gerissen. (Zum Glück gab es Fahrgäste, die einschritten!)

Das Netzwerk, in dem der Kirchenkreis Spandau beteiligt ist, entgegnete: Hier ist kein Platz für Hass! Diese Vielfalt macht uns aus. Antisemitismus widerspricht wie alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit allem, wofür wir als gute Nachbarn einstehen wollen. Unsere Solidarität gilt allen Betroffenen, insbesondere unseren jüdischen und muslimischen Nachbarinnen und Nachbarn. Sie sind ein geschätzter Teil unserer Gemeinschaft. Solche Taten greifen die Werte an, für die wir stehen: Respekt, Toleranz und ein friedliches Miteinander.

Die Devise war: Wir wollen nicht wegsehen, wir wollen nicht schweigen! Die monatliche Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander – gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit, die Mitglied im Spandauer Netzwerk ist, bot einen sehr guten Rahmen, ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Am Samstag, 6. Juni 2026, informierten wir gemeinsam auf dem Spandauer Marktplatz über einige dieser Übergriffe. Es waren auch Betroffene dabei, etwa Nachbarn eines der beschmierten Häuser. Das Zeichen der Solidarität kam an.

Franz-Josef Esser, 
Mitglied im Netzwerk Spandau für Demokratie, Toleranz, Respekt & Vielfalt

Register Spandau

Eine Aufstellung gemeldeter Übergriffe finden Sie beim „Register Spandau“ unter berliner-register.de/register/spandau/vorfalls-chronik  

Dort finden Sie auch Anlaufstellen, um diskriminierende Vorfälle und extrem rechte Aktivitäten zu melden.